Früher Warnstreik belastet die Verhandlungen

Verdi und AGU verhandeln über Entgelt und weitere weitreichende Tarifthemen

Zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft verdi und dem Arbeitgeberverband der vier baden-württembergischen Uniklinika e.V. (AGU) werden aktuell sehr weitreichende Forderungen der Gewerkschaftsseite verhandelt.

Die Forderungen sind:

  • Entlastung bzw. Überlastungsvermeidung in der Pflege
  • zur Entgeltrunde 2024
  • zur Lebensphasenorientierung
  • zur Ausbildungsqualität

 

„Die Aussage, die die Gewerkschaft in ihrer letzten Pressekonferenz getroffen hat, wonach es bereits sieben Verhandlungen ohne ein Angebot unsererseits gegeben hätte, ist irreführend“, so die beiden AGU-Vorstände Anja Simon und Prof. Dr. Udo X. Kaisers. Denn erstmalig am 8. Mai 2024 – in der Auftaktverhandlung zur Entgeltrunde 2024 – erhielt der AGU von verdi die konkreten Begründungen zu den Forderungen zu Entgeltrunde und Lebensphasenorientierung. Die Arbeitgeberseite konnte erst auf Basis der detaillierten Erläuterung der Forderungshintergründe die finale Bewertung der Forderung und deren Auswirkungen durchführen.

„In der ersten Verhandlungsrunde war es uns schlicht nicht möglich, ein Angebot vorzulegen“, betont Heinz Falszewski, Verhandlungsführer und Geschäftsführer des AGU, „das haben wir arbeitgeberseitig auch gegenüber verdi unmissverständlich klargestellt.“ In der zweiten Verhandlung wird die Arbeitgeberseite – wie so oft bei Tarifverhandlungen – ein Angebot zur Entgeltforderung vorlegen. „Das haben wir verdi in der letzten Verhandlungsrunde ausdrücklich zugesagt. Der Aufruf der Gewerkschaft zum Warnstreik ist somit sowohl unverhältnismäßig als auch sachlich unbegründet“, so Falszewski weiter. Die Arbeitgeberseite bedaure, dass verdi bereits zu Beginn der Tarifverhandlungen diese durch die aggressiven und gleichzeitig völlig unberechtigten Aktionen unnötig belaste.

Die nächsten Verhandlungstermine zur Entgeltrunde finden am 4. und 17. Juni 2024 statt.

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